Gefahr und Risiko
Nadelstichverletzungen sind eine alltägliche Gefahr für Beschäftigte im Gesundheitsdienst. Problematisch ist, dass durch Nadelstichverletzungen Krankheitserreger übertragen werden können, so besteht ein nicht unerhebliches Infektionsrisiko für Betroffene.
Nadelstichverletzungen sind alle Verletzungen der Haut durch spitze oder scharfe Gegenstände, die mit Blut oder anderen Körperflüssigkeiten von Patienten verunreinigt waren oder hätten sein können. Dies gilt unabhängig davon, ob die Wunde des Verletzten geblutet hat oder nicht.
Unterschiedliche Gegenstände können zu Nadelstichverletzungen (NSV) führen, beispielsweise Hohlnadeln bzw. Kanülen, aber auch andere Gegenstände wie Skalpelle und Nähnadeln.
Das Infektionsrisiko ist bei Stichverletzungen an blutgefüllten Kanülen (z.B. nach einer Blutentnahme) auf Grund der großen übertragenen Blutmengen am höchsten.
Ein nicht zu vernachlässigendes Infektionsrisiko besteht aber auch durch Blutspritzer auf Schleimhäute (Auge, Mundhöhle) oder auch auf die ungeschützte Haut.
