Daumen

Was tun nach einer Nadelstichverletzung?

Waschen Sie die Wunde mit fließendem Wasser und Seife. Desinfizieren Sie die Wunde anschließend mit einem alkoholbasierten Desinfektionsmittel. Melden Sie dann jede NSV umgehend der in Ihrer Einrichtung zuständigen Stelle. Dies kann der Betriebsarzt sein, aber auch eine Versorgung in der Ambulanz oder durch einen D-Arzt ist denkbar.

Nur so können Sie sichergehen, dass alles Erforderliche getan wird, um Sie vor schlimmen gesundheitlichen Folgen zu bewahren. Hierzu gehört in erster Linie die Entscheidung über die Durchführung einer postexpositionellen Prophylaxe. Diese ist umso wirksamer, je früher mit ihr begonnen wird. Die Empfehlungen sehen beispielsweise beim Verdacht auf eine HIV-Infektion des Quellpatienten vor, mit der Postexpositionsprophylaxe möglichst zwei Stunden nach der Nadelstichverletzung zu beginnen.

Weitere Informationen zur Ersten Hilfe nach Nadelstichverletzungen können Sie im Kapitel "Erste Hilfe" finden.

Auch versicherungsrechtlich ist die umgehende Meldung von größter Bedeutung. Nur wenn das auslösende Ereignis sorgfältig dokumentiert ist, kann etwa im Falle eines Berufskrankheitenverfahrens der so wichtige Beweis für eine berufliche Ursache der Infektion oder Folgeerkrankung erbracht werden.

Nadelstichverletzungen sind niemals Bagatellfälle!

Jeder Fall kann schlimme Folgen haben. Mit Ihrer Meldung tragen Sie dazu bei, dass geeignete Präventionsmaßnahmen ergriffen werden können. Denn nur wenn exakte Informationen über Art, Vorkommen, Verletzten und Infektionsquelle vorliegen, können Risiken systematisch verringert werden. Durch umgehende Meldung jeder NSV leisten Sie deshalb einen wichtigen Beitrag zu besseren und sichereren Arbeitsbedingungen und helfen dadurch auch Ihren KollegInnen.

Weiter mit Frage 6: Wie können Sie sich schützen?

Was ist gefährlich?

Als Infektionswege für Beschäftigte in Gesundheitsberufen spielen neben Tröpfchen- und Schmierinfektionen auch perkutane Kontakte mit Blut und anderen Körperflüssigkeiten eine Rolle.

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Wer ist gefährdet?

Im deutschen Gesundheitswesen arbeiten über 4 Millionen Personen. Der größte Teil von ihnen ist aufgrund seiner beruflichen Tätigkeit generell infektionsgefährdet. Hierzu zählen insbesondere folgende Berufsgruppen:

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Ist eine Infektion nicht sehr unwahrscheinlich?

Das Risiko einer Infektion durch blutübertragbare Erreger für Beschäftigte im Gesundheitsdienst hängt davon ab, wie viele infektiöse Patienten in der entsprechenden Einrichtung behandelt werden, mit welchen Erregern die Patient ...mehr

Wie viele Nadelstichverletzungen ereignen sich?

Diversen Studien zufolge ereignen sich allein im stationären Versorgungsbereich bei rund 750.000 Beschäftigten über 500.000 NSV pro Jahr.

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Was tun nach einer Nadelstichverletzung?

Waschen Sie die Wunde mit fließendem Wasser und Seife. Desinfizieren Sie die Wunde anschließend mit einem alkoholbasierten Desinfektionsmittel.

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Wie können Sie sich schützen?

Einen 100%igen Schutz gegen Infektionen gibt es leider nicht.

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