Wie können Sie sich schützen?
Einen 100%igen Schutz gegen Infektionen gibt es leider nicht. Schutzimpfungen sind derzeit nur gegen das Hepatitis B-Virus möglich, gegen HCV und HIV gibt es auf absehbare Zeit keine Impfmöglichkeit! Deshalb muss die Vermeidung von NSV im Vordergrund stehen!
Nadelstichverletzungen können in einer Vielzahl von Arbeitssituationen auftreten, z.B. wenn vorschriftswidrig nach einer Blutentnahme oder einer Injektion die Spritze mit der Kanüle beidhändig in die Schutzkappe zurückgesteckt wird (»recapping«).
Eine weitere Risikoquelle ist die unzureichende Entsorgung gebrauchter Instrumente:
Achtlos liegen gelassene Instrumente, durch Patienten auf Essentabletts abgelegte Heparinspritzen oder in Anzahl und Qualität unzureichende oder überfüllte Entsorgungsbehältnisse sind weitere Beispiele für organisatorische Mängel, die das Risiko für Stichverletzungen erhöhen.
Um ein höchstmögliches Maß an Sicherheit für alle Beschäftigten im Gesundheitswesen zu erreichen, müssen daher grundsätzlich Arbeitsmittel mit integrierten Sicherheitsvorrichtungen verwendet werden. Durch diese können bei fachgerechtem Umgang Verletzungen weitestgehend ausgeschlossen werden.
Die bewährten Schutzmaßnahmen wie die Impfung gegen das Hepatitis-B-Virus und die Verwendung von Kanülenabwurfbehältern müssen selbstverständlich beibehalten werden. Weiterhin müssen zur generellen Vermeidung von Kontakten mit Blut und Körperflüssigkeiten immer Handschuhe getragen werden, wenn mit einem derartigen Kontakt zu rechnen ist.
Weitere ausführliche Informationen finden Sie in der Rubrik Schutz.
Was ist gefährlich?
Als Infektionswege für Beschäftigte in Gesundheitsberufen spielen neben Tröpfchen- und Schmierinfektionen auch perkutane Kontakte mit Blut und anderen Körperflüssigkeiten eine Rolle.
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Wer ist gefährdet?
Im deutschen Gesundheitswesen arbeiten über 4 Millionen Personen. Der größte Teil von ihnen ist aufgrund seiner beruflichen Tätigkeit generell infektionsgefährdet. Hierzu zählen insbesondere folgende Berufsgruppen:
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Ist eine Infektion nicht sehr unwahrscheinlich?
Das Risiko einer Infektion durch blutübertragbare Erreger für Beschäftigte im Gesundheitsdienst hängt davon ab, wie viele infektiöse Patienten in der entsprechenden Einrichtung behandelt werden, mit welchen Erregern die Patient ...mehr
Wie viele Nadelstichverletzungen ereignen sich?
Diversen Studien zufolge ereignen sich allein im stationären Versorgungsbereich bei rund 750.000 Beschäftigten über 500.000 NSV pro Jahr.
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Was tun nach einer Nadelstichverletzung?
Waschen Sie die Wunde mit fließendem Wasser und Seife. Desinfizieren Sie die Wunde anschließend mit einem alkoholbasierten Desinfektionsmittel.
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